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DW SYSTEMBAU bietet maßgeschneiderte Rohbaulösungen aus einer Hand:
Betonfertigteile mit gebündeltem System-Know-how

17.04.2005

Betonfertigteile tragen wesentlich dazu bei, Bauvorhaben kosten- und terminsicher zu errichten. Mit dem Einsatz vorgespannter Bauteile können Gebäude optimiert werden. Entsprechende Rohbauausführungen bietet die DW SYSTEMBAU GmbH aus Rinteln, die Ende letzten Jahres gegründet wurde. Für das Unternehmen spricht das gebündelte Know-how der finnischen Muttergesellschaft Consolis, Europas erfolgreichsten Betonfertigteilhersteller, sowie das Fachwissen der Vorgängerfirmen DW Imbau und DW Brespa.

Architekten und Ingenieure sind heute gerade bei Industrie- und Gewerbebauten mehr denn je zu kostengünstigem Bauen angehalten; oft hängt die Baurealisierung direkt von Wirtschaftlichkeitsberechnungen der Investoren und Projektsteuerer ab.

Wirtschaftlich Bauen mit konstruktiven Betonfertigteilen

Durch den Einsatz von industriell vorgefertigten Betonfertigteilen verkürzt sich die Bauzeit eines Gebäudes, es kann früher genutzt und damit schneller refinanziert werden. Die witterungsunabhängige Herstellung im Werk und die ständige, in- und externe Güteüberwachung der Rohstoffe gewährleisten eine gleich bleibend hohe Produktqualität.

Die Kompetenz des neu aufgestellten Unternehmens im Bereich konstruktiver Betonfertigteile basiert auf der früheren Firma Imbau Industrielles Bauen GmbH - neben ihrem Know-how auch bekannt für ihre gute Produktqualität. An den alt eingesessenen Standorten im niedersächsischen Rinteln und im thüringischen Meiningen werden TT-Decken, Binder, Unterzüge, Stützen, wandartige Elemente und Sonderbauteile in nahezu jeder Ausführung hergestellt.

Gestalten mit Fassaden aus Fertigteilen

Der Rintelner Werksleiter Dipl.-Ing. Alfred Lamsbach betont jedoch, dass zum Leistungspektrum des Unternehmens über die Herstellung „grauer“ Fertigteile hinaus auch das Gestalten mit Betonelementen gehört: „Wir erstellen vorgehängte Fassadenverkleidungen und Sandwichfassadenelemente mit diversen Oberflächenbehandlungen wie z. B. Feinwaschtechnik oder Strukturierung. Eine ansprechende Farbgebung und ein fertigungstechnisch sowie gestalterisch sinnvolles Fugenbild tragen zum attraktiven Erscheinungsbild von Sichtbetonfassaden bei.“ So prägt eine Fassade mit Betonelementen unterschiedlichster Formen und Größen den Erweiterungsbau der Fachhochschule Anhalt in Dessau. Bei der Baukörper- und Fassadengestaltung sah sich die Kölner Architektengruppe ksg (Kister Scheithauer Gross) dem nahe gelegenen, architektonisch richtungweisenden Gebäudekomplex des Bauhauses verpflichtet.

Kompetenz-Center für fachspezifische Beratung

Was für das Planen und Produzieren sichtbar bleibender Betonfertigelemente gilt, empfiehlt sich für die Erstellung des gesamten Rohbaus: Der Hersteller sollte frühzeitig in den Planungsprozess eingebunden werden. Ein rechtzeitiger fachlicher Austausch trägt nach Auffassung des Geschäftsführers, Dipl.-Ing. Heinz-Hermann Schulte-Loh, zu technisch und wirtschaftlich bestmöglichen Rohbaulösungen bei: „In Skandinavien werden frühzeitig Bauteams gebildet, in denen Investoren, Architekten und Statiker gemeinsam mit Betonbauern und Haustechnikern die Rohbaukonzepte festlegen. Diese frühe Einbindung der Handwerker führt zu kostengünstigen und praxisnahen Lösungen. Diese Entwicklung wäre auch für Deutschland wünschenswert.“

Für diese planungstechnischen Dienstleistungen ist die ehemalige Kundenberatung zu einem Kompetenz-Center ausgebaut worden. Erfahrene Ingenieure und geschulte Techniker am Standort Meiningen sorgen für eine kunden- und ausführungsgerechte Planung, die den Weg für eine exakte Ausführung und eine einwandfreie Montage bereitet.

Kosteneinsparungen durch standardisierte Bauweise

Die ausgearbeiteten Lösungen beinhalten häufig die Standardisierung einzelner Bauteile. Neben den statischen und bauphysikalischen Vorteilen wird auf diese Weise der Produktionsprozess optimiert, d. h. es werden Material- und Schalungskosten eingespart und somit Gebäudekosten gesenkt.

Tengelmann Logistikzentrum in Berlin Tengelmann Logistik-
zentrum in Berlin

Ein Beispiel für den konsequenten Einsatz von Betonfertigteilen unter Ausnutzung der material- und systembedingten Vorteile ist das im Sommer 2004 fertig gestellte Tengelmann Logistikzentrum in Berlin. Dort wurde innerhalb von zwei Monaten (Mitte Januar bis Mitte März 2004) der überwiegende Teil der 1572 Elemente mit einer Tonnage von 15 500 t geliefert und montiert. Der Lieferumfang setzte sich zusammen aus TT-Decken, Flach- und Massivdecken, Sandwichwänden, Innenwänden, Unterzügen, Stützen sowie Treppen und Fundamenten.

System-Know-how durch finnischen Marktführer

„Die Fertigteilbauweise erfordert, konsequent weitergedacht, systematisches standardisiertes Bauen. Wir sind dabei, standardisiertes Bauen als System für den kompletten Rohbau aus Beton zu entwikkeln.“ Werksleiter Lamsbach weiß, wovon er spricht. Vorbild ist die Muttergesellschaft Consolis in Finnland. Vor dem Hintergrund einer breiten Akzeptanz und einer großen Verbreitung des Fertigteilbaus in Skandinavien geht Consolis schon lange neue Wege. Dabei entstehen ganzheitliche Systemlösungen, durch die der Rohbau in der Zukunft noch schneller und wirtschaftlicher zu erstellen ist. Dazu gehört das Forschen und Entwickeln neuer Materialien (hochfeste und selbstverdichtende Betone), die Optimierung der Produktion durch neue Fertigungsmethoden und das Ausarbeiten neuer Knotenpunktdetails, um den Schalungsaufwand zu verringern und die Montagezeiten zu verkürzen.

Komplettlösungen aus Betonfertigteilen und Spannbetondecken

Hallenrohbau der Papierfabrik in Wernshausen bei Erfurt Hallenrohbau der Papierfabrik
in Wernshausen bei Erfurt

Ein gutes Beispiel für rationelles Bauen mit Betonfertigteilen in Deutschland bietet die Papierfabrik Wernshausen nördlich von Erfurt. Der Bauherr, die Thüringer Hygiene Papier GmbH, nutzte bei dem komplett aus Betonelementen konzipierten Hallenrohbau (ca. 30 x 90 m) die Fachkompetenz der DW SYSTEMBAU. In weniger als drei Monaten, von Mitte Juni bis Anfang September 2004, wurde das Gros der Fertigteile für das Heizhaus, das Fertigwarenlager, das Mutterrollenlager, die Papiermaschinenhalle und die Verarbeitungshalle aufgestellt. Neben allen konstruktiven Betonfertigteilen (Stützen, Unterzüge, Wände, etc.; ca. 780 Stück oder ca. 5000 t) wurden auch 3700 m vorgespannte Brespa-Hohldecken geliefert und mit Stützweiten bis zu 11,50 m eingebaut.

Niedrige Eigengewichte durch große Hohlraumanteile sowie geringe Deckendicken und geringe Stahlmengen durch die Vorspanntechnik sorgen bei diesem Deckensystem für eine optimale Rohstoffausnutzung. Gegenüber Ortbetondecken sind auf der Baustelle keine Stützen oder Joche erforderlich. Aufwändige Bewehrungs- und Betonierarbeiten entfallen, so dass nach dem Erstellen der Ringanker und dem Verfüllen der Fugen auf und unter den Decken sofort weiter gearbeitet werden kann.

Mit der ehemaligen DW BRESPA seit über 25 Jahre Marktführerin und in Deutschland Inbegriff für Spannbetondecken verfügt die DW Systembau auch in diesem Bereich über ein ausgezeichnetes Know-how und über langjährige Erfahrung. Die gute Qualität der Spannbetondecken gewährleisten die qualifizierten Fachhandwerker an den Brespa-Werksstandorten in Schneverdingen in Niedersachsen, 60 km südlich von Hamburg, und im sächsischen Chemnitz. Vorgespannte Decken aus Schneverdingen erhielt Anfang 2005 auch der schwedische Möbelhersteller Ikea für die Lager- und Verkaufsräume an seinem neuen Standort in Osnabrück.

Forschung und Entwicklung

Nicht zuletzt aufgrund der vielfältigen Forschungsarbeiten im Bereich Produkt- und Anwendungstechnik innerhalb der Consolis-Gruppe werden auch in Deutschland bei DW Systembau immer häufiger effiziente vorgespannte Betonbauteile eingesetzt. Diese High-Tech-Produkte bieten gegenüber den schlaff bewehrten Stahlbetonkonstruktionen höhere Produktqualitäten, größere Stützweiten, schlankere Bauteile und geringere Rohstoffverbräuche.

Gemeinsam mit der Weserbergland AG, der FH Holzminden und einigen mittelständischen Baufirmen aus dem Weserbergland arbeitet DW Systembau derzeit an der Entwicklung eines Modulhauses aus großflächigen vorgefertigten Bauelementen. Der Fertigteilspezialist ist dabei für die statischen Nachweise der Betonfertigteile sowie für deren Detaillösungen und Optimierungen verantwortlich.

Maßgeschneiderte Rohbaulösungen

Tele-Portal-Klinik in Stolzenau Tele-Portal-Klinik in
Stolzenau

Die gute Qualität der Betonfertigteile ob als schlaff bewehrtes oder vorgespanntes Bauteil - und die langjährigen Erfahrungen bei der Planung, Herstellung, Lieferung und Montage von Fertigteilen gewährleisten eine erfolgreiche Zusammenarbeit und wirtschaftlich günstigste Rohbaulösungen für Gebäudenutzungen wie Büro- und Geschäftshäuser, Industrie- und Gewerbebauten, Parkhäuser und Einkaufszentren. DW Systembau erbringt zu jedem geplanten Bauvorhaben die maßgeschneiderte Rohbaulösung. Darüber hinaus geht der Fertigteil-Spezialist projektbezogen Kooperationen mit Ausbaupartnern ein, wie Anfang 2005 bei der Tele-Portal-Klinik in Stolzenau, wo ca. 2000 t konstruktive Betonfertigteile und ca. 5000 m Spannbetondecken eingebaut wurden.

Das neu aufgestellte Unternehmen will das vorhandene Know-how und die systemgerechte Umsetzung zukünftig für neue und wachsende Marktsegmente nutzen. „Bei ganzheitlichen Lösungsansätzen potenzieren sich die Vorteile der Einzelelemente“, so noch einmal der Geschäftsführer Schulte-Loh, „das Thema Schallschutz wird immer wichtiger. Wir werden zukünftig auch bei Krankenhäusern und Seniorenwohnheimen verstärkt präsent sein.“

Ansprechpartner im Unternehmen:
DW SYSTEMBAU GmbH
Architekt Hartmut Fach
D-29640 Schneverdingen
Fon 05193 85 79
Fax 05193 85 55
hartmut.fach@dw-systembau.de

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